Handbuch Experten Vor-Ort

Wir haben unsere Redakteure befragt, was sie zur Arbeit Vor-Ort sagen. Sie haben aus dem Nähkästchen geplaudert.

Um ein möglichst breites Spektrum an Anworten zu erhalten, haben wir vier Redakteure mit sehr unterschiedlicher Zeit, die sie bei(m) Kunden Vor-Ort verbracht haben, befragt. Lesen Sie im Folgenden, was die Nähkästchen so alles hergeben:

Wie lange bist du schon bei dem Kunden Vor-Ort? Wie viele Dokumentationen hast du für den Kunden schon erstellt?

Insgesamt habe ich mehrere Mann-Jahre bei verschiedensten Kunden Vor-Ort gearbeitet - das macht wohl um die 100 Dokumentationen, vielleicht etwas mehr.

Ich war alles in allem wohl deutlich mehr als 5 Jahre Vor-Ort, bei mehr als einem Kunden.

Wie viele Redakteure arbeiten insgesamt in der Redaktion des Kunden? (intern + extern)

Bei den verschiedenen Kunden, bei denen ich war, waren es zwischen 1 und 10 Kollegen in der Redaktion.

Ich habe meist mit 3 bis 6 Redakteuren zusammengearbeitet, mehr waren es nie.

Wie waren die ersten Tage / Wochen? Woran kannst du dich noch gut erinnern? (Positives wie Negatives)

Die ersten Tage sind jedes Mal äußerst spannend, weil immer neue Eindrücke und Aufgaben auf einen zukommen.

Anstrengend ist der Anfang schon, wenn man die Strukturen des Kunden noch nicht genau kennt. Aber es ist unheimlich interessant, nach nur einer Woche zu sehen, wie jede Firma andere Schwerpunkte setzt - genauso  wie die technischen Details sehr interessant sind. Und jedes neue Projekt Vor-Ort bedeutet, es geht um ein neues Produkt am Markt.

Wie schnell ging die Einarbeitung in die Tools und Themen?

Bei neuen Themen ist die Einarbeitung durch meine große Erfahrung doch recht schnell, auch wenn ich anfangs nicht zwingend ein Experte auf dem Gebiet bin. Aber da die Branchen meist ähnlich sind, reicht es für den redaktionellen Grundstock häufig aus. Bei Tools kommt es drauf an, ob ich damit schon gearbeitet habe - dann kann ich direkt an die Arbeit gesetzt werden - bei neuen Tools sind es meistens 2-3 Tage, bis die Arbeit flüssig läuft. Und zur Not sind ja auch erfahrene Kollegen da, die man gut fragen kann, wenn es um spezielle Einzelthemen geht.

Bei komplexen Themen brauche ich teilweise 3 bis 4 Wochen, um tiefer einzusteigen. Einen ersten Überblick gewinnt man natürlich deutlich schneller. Aber wenn es um Details geht, ist etwas mehr Vorbereitung doch sehr nützlich. Bei den Tools geht es viel schneller, auch bei umfangreichen Tools konnte ich mich in maximal einer Woche einarbeiten.

Mit welchen Tools arbeitest du?

Häufig habe ich bisher mit Microsoft Office, Adobe InDesign, Acrobat und Frame Maker, sowie BroadVision QuickSilver® / Interleaf und diversen CMS-Systemen gearbeitet.

Ich arbeite generell mit allem, was der Kunde hat ;-) - was mir so in Erinnerung geblieben ist, sind diese Tools: Word, Excel, BroadVision QuickSilver® / Interleaf, AdobeFrameMaker, Ventura Publisher, diverse Bildverarbeitungs-Tools und diverse Dokumentenmanagement Systeme.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den Kollegen Vor-Ort?

Die Kollegen waren durchwegs sehr hilfsbereit und zuvorkommend.

Immer sehr gut, die Kollegen sind ja froh über die Entlastung, die wir mit unserem Vor-Ort Service bringen.

Welche Sätze von den Kollegen Vor-Ort kriegst du immer wieder zu hören?

Hurra, Hilfe ist da :)

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Musst du für die Arbeit Vor-Ort auswärts schlafen oder pendelst du täglich?

Das habe ich sowohl, als auch gemacht. Je nach dem, wie weit der Kunde weg ist. Wenn er in direkter Umgebung sitzt, ist pendeln eine gute Möglichkeit - immerhin hat man dann sein gewohntes privates Umfeld, trotz der veränderten Arbeitsumgebung. Wenn die Fahrzeiten zu lang sind, ist auswärts schlafen die bessere Alternative, man kann z. B. montags anreisen und übernachtet dann in der Nähe des Kunden - so ist man morgens garantiert wieder frisch für die neuen Aufgaben.

Mehrheitlich habe ich bei Kunden direkt in der Nähe übernachtet, was sicherlich an der Entfernung zu meinem Wohnort lag, pendeln war eher weniger üblich.

Was machst du, wenn du in den Feierabend gehst?

Selbstorganisation, Einkauf zur Essensbeschaffung, Freizeit genießen und viel Sport. - Zuhause ist die Essensbeschaffung eher der Teil, den meine Frau erledigt.

Ich versuche möglichst lange zu arbeiten, um den Arbeitsvorrat für die Kollegen Vor-Ort abzubauen. Deswegen bin ich ja da. In wenigen Fällen kann es auch mal vorkommen, dass ich das Wochenende Vor-Ort bleibe und mir die Umgebung und neue Städte ansehe. Das spart dann zumindest den "Nach-Hause-Fahren-Stress" und ich kann in der nächsten Woche früher anfangen, produktiv zu sein.

Was war dein schönstes Erlebnis Vor-Ort?

Die ersten Tage sind immer besonders spannend, neue Kollegen, neues Umfeld, neue Werkzeuge, neue Umgebung. Ich genieße es jedes Mal, wenn ich neue Eindrücke gewinnen kann.

Bei einem Kunden habe ich mit einem tollen Team das abgeschlossene Projekt gefeiert und während der Arbeit Vor-Ort eine super Zeit verbracht. Mit manchen Kollegen habe ich ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut und wir sind teilweise immer noch in Kontakt, das ist besonders schön.

Was war dein schlimmstes Erlebnis Vor-Ort?

Gab es nicht.

(Der Kollege überlegt kurz und schüttelt dann nur den Kopf.) Fällt mir absolut nichts dergleichen ein.