DIN EN 82079 - was ändert sich zur DIN EN 62079

Bisher war die Grundlage für Technische Dokumentation die DIN EN 62079. Hier ist der Aufbau einer Technischen Dokumentation eingehend erläutert. Diese wird nun durch die DIN EN 82079 ersetzt.

Die Zielgruppe dieser Norm sind Hersteller, Produzenten, technische Redakteure, technische Illustratoren, Softwareentwickler, Übersetzer, Integratoren oder Personen, die mit der Konzeption und Erstellung solcher Anleitungen betraut sind. Auch autorisierte Vertreter der Hersteller oder Produzenten in dem Land, in dem das Produkt benutzt wird. Also allen, die Dokumentation schreiben oder mit Technischer Dokumentation zu tun haben sollten.

Die Norm versucht möglichst alle Arten von Produkten zu umfassen. Deshalb findet sich auch kein bestimmter Umfang für die Technische Dokumentation. Je nach Komplexität des Produkts schwankt dieser beträchtlich.

Man findet allgemeine Prinzipien, sowie detaillierte Anforderungen an die Gestaltung, als auch die Formulierung für jegliche Art der Anleitungen. Das Produktportfolio reicht von einer Farbdose bis hin zu komplexen Produkten wie beispielsweise Industriemaschinen. – Je nach Einfachheit können entsprechende Unterpunkte der Gliederung ausgelassen werden.

Unterstützung für normenkonformes Layout anfordern

Die Änderungen der DIN EN 82079 gegenüber der DIN EN 62079 sind hauptsächlich in konkreteren Beschreibungen zu finden. Außerdem wurde die Konsistenz des Inhalts zum Prinzip erhoben. Konkretisiert wurden die einzuhaltenden Prinzipien einer Anleitung und Aussagen zu sicherheitsrelevanten Informationen. Entsprechend wurden die Anhänge angepasst. Auch gibt es zwei neue Anhänge: D „Planung der Erstellung von Gebrauchsanleitungen" und E „Empirische Methoden zur Unterstützung der Erstellung von Gebrauchsanleitungen". Es wird weiterhin explizit auf eine Konformitätsüberprüfung mit einschlägigen Normen hingewiesen.

Unterstützung beim Doku-Konzept anfordern

Die DIN EN 82079 fordert ein Lektorat, hebt also die Qualität auch deutlich hervor. Damit ist die Dokumentation direkt in den höheren Ebenen angesiedelt, quasi „Chefsache". Und außerdem sollen auch die Übersetzungen von Muttersprachlern erstellt werden, die sich mit der Materie auskennen.

Natürlich sind in der Norm weiterhin Layout-Hinweise gegeben, wie z. B. Schriftgröße und Kontrast in Abhängigkeit zum Ausgabeformat der Anleitung. Auch die Notwendigkeit, die Sicherheitshinweise hervorzuheben (Signalwörter, und oder graphische Symbole) und welche Normen dazu heranzuziehen sind. Die Sicherheitshinweise sollen derart aufgebaut sein, dass durch eine Überschrift die Bedeutung der Inhalte betont wird, die Anweisung für die sichere Anwendung der Produkte vermittelt wird, mögliche Gefahren angegeben werden und wie diese vermieden werden können, sowie die wahrscheinlichen Folgen, die bei den Gefahren auftauchen können.

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