Sicherheits- und Warnhinweise in anderen Ländern

Die Handbuch Experten wissen, worauf es bei sicherheitsbezogenen Informationen in anderen Ländern ankommt.

Andere Länder, andere Sitten…

Dieser bekannte Spruch trifft ebenso auf unterschiedliche Standards zu Sicherheits- und Warnhinweisen in der Technischen Dokumentation zu. Über die Vorgehensweise in Deutschland haben wir Sie bereits in unserem Artikel Sicherheitsrelevante Informationen in der Produktdokumentation informiert.

Sie wollen in die USA oder Russland exportieren? Die Handbuch Experten sagen Ihnen, worauf Sie bei der Erstellung Ihrer Montage- und Betriebsanleitung für diese Länder achten sollten. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie die Technische Dokumentation in der jeweiligen Landessprache zur Verfügung stellen. Dabei sollten Sie unbedingt Wert auf eine professionelle Übersetzung legen, denn auch die Montage- und Betriebsanleitung ist entscheidend für die Qualität Ihres Produkts.

Lassen Sie Ihre Technische Dokumentation professionell übersetzen
Jetzt Angebot anfordern
oder unter +49 9126 2611-10 beraten lassen

Normen zu Sicherheitshinweisen in den USA

Auf den ersten Blick scheint die USA es nicht viel anders zu handhaben als Deutschland.

ANSI-Standards (ANSI = American National Standards Institute) geben speziell zu sicherheitsrelevanten Informationen einige Empfehlungen. Sie sollten:

  • leicht als Warnhinweise erkennbar sein,
  • von der jeweiligen Zielgruppe leicht verständlich sein ,
  • die Schwere der Gefahr kenntlich machen,
  • so nah am Produkt wie möglich sein (Produktaufkleber und grafische Symbole) und
  • sinnvoll eingesetzt werden.

Schwierigkeiten beim Export in die USA

In den USA gibt es z. B. keine einheitliche Rechtsgrundlage zur Produktsicherheit.

Auf der einen Seite werden die meisten Fälle aufgrund einer bereits bestehenden Rechtsprechung entschieden. Auf der anderen Seite gelten manche Verordnungen und Gesetze nur für bestimmte Bundesstaaten, andere hingegen besitzen Gültigkeit auf Bundesebene. Da verliert man schnell den Überblick, an welche Richtlinien man sich als Exporteur zu halten hat.

Bei der zielgruppengerechten Formulierung kann ein deutscher Hersteller bereits scheitern, denn im Vergleich mit Deutschland können in den USA oft nicht die gleichen Kenntnisse beim Anwender vorausgesetzt werden.

Die unmittelbare Nähe der sicherheitsrelevanten Informationen zum Produkt ist in Deutschland nicht unbedingt gebräuchlich. Selbstverständlich werden in Deutschland Warnschilder an Produkten angebracht, sofern dies nötig ist, aber in den USA werden auch verstärkt Konsumgüter mit Produktaufklebern bestückt.

Da erscheint die ANSI-Empfehlung mehr als angebracht, sogenannte "warning pollution" (den übermäßigen Gebrauch von Warnhinweisen) möglichst zu vermeiden.

Schwierigkeiten beim Export in die USA meistern

Einfache Kontrollfragen sind für die Erstellung der Technischen Dokumentation für Ihr Produkt die effektivste Lösung:

  • Gelten für Ihr Produkt sicherheitsrechtliche Regelungen auf Bundesebene (z. B. National Electric Code)?
  • Welche bundestaatlichen Verordnungen müssen Sie beachten?
  • Benötigen Sie Zertifikate, die bestimmten Vorgaben unterliegen (z. B. Food and Drug Administration)?
  • Werden die Erstellung der Anleitung und produktnahen Informationen miteinander abgestimmt?
  • Sind die eingesetzten Warnsymbole auf dem amerikanischen Markt verständlich?
  • Sind die Hinweise in der Anleitung identisch mit denen der Produktaufkleber?
  • Haben Sie alle produktbegleitenden Informationen mit den Marketingaktionen abgestimmt?
  • Werden Änderungen analog vorgenommen?

Normen zu Sicherheitshinweisen in Russland

Im Vergleich mit den USA bietet Russland ein absolutes Kontrastprogramm. Mehr als 80% der verkauften Produkte unterliegen der Zertifizierungspflicht und benötigen eine Konformitätserklärung für die russische Zollunion. Selbstverständlich müssen alle beigefügten Dokumente in russicher Sprache und ggf. in der Amtssprache des jeweiligen Mitgliedstaates der russischen Zollunion vorliegen.

Grundsätzlich sollten Sicherheitshinweise:

  • vor Restrisiken warnen,
  • Maßnahmen zur Vermeidung der Gefahr aufzeigen,
  • leicht verständlich sein (Formulierung, sowie grafische Symbole) und
  • generell in Papierform vorliegen. In Ausnahmefällen ist auch eine rein elektronische Bereitstellung möglich.

Dies sind ziemlich vage Empfehlungen zu Warnhinweisen. Sollte die Technische Dokumentation zu Ihrem Produkt allerdings im Rahmen der Zertifizierung überprüft werden, könnten unzureichende Sicherheits- und Warnhinweise auffallen und die Markteinführung hinauszögern. Sie sollten als Hersteller unbedingt im Vorfeld klären, welche Technischen Regelwerke und Vorgaben Sie zu beachten haben und welche Dokumente Sie bereitstellen müssen.

Sie haben Schwierigkeiten alle relevanten Informationen für den Export nach Russland zu sammeln? Die Handbuch Experten verfügen über langjährige Erfahrung und helfen Ihnen gern mit Know-How und Kontakten vor Ort weiter.

Wir unterstützen Sie beim Export nach Russland
Jetzt Angebot anfordern
oder unter +49 9126 2611-10 beraten lassen