Handbuch Experten Vor-Ort Teil 2

Wir haben unsere Redakteure befragt, was sie zur Arbeit Vor-Ort sagen. Sie haben aus dem Nähkästchen geplaudert.

Um ein möglichst breites Spektrum an Antworten zu erhalten, haben wir vier Redakteure mit sehr unterschiedlicher Zeit, die sie bei(m) Kunden Vor-Ort verbracht haben, befragt. Lesen Sie im Folgenden, was die Nähkästchen so alles hergeben:

Wie lange bist du schon bei dem Kunden Vor-Ort? Wie viele Dokumentationen hast du für den Kunden schon erstellt?

Ich bin seit Mitte 2014 Vor-Ort - und das nur teilweise. Damals war auch meine erste Doku Vor-Ort, also mein erstes Mal. :-)

Bei diesem Kunden bin ich seit Juni 2012 Vor-Ort beschäftigt. Wenn ich mich nicht verzählt habe, habe ich über 65 Dokumentationen begleitet.

Wie viele Redakteure arbeiten insgesamt in der Redaktion des Kunden? (intern + extern)

Bei meinem Einsatz sind es im Moment ca. 5 Personen, die redaktionell tätig sind.

Insgesamt arbeiten bei meinem Kunden 4 Personen in der Redaktion. Davon sind 2 interne Redakteure, ich als externer und ein Kollege, der alles für die Anleitungen zusammenstellt (PDF erzeugen, Doku ausdrucken, Schilder für die Maschine bestellen usw.).

Wie waren die ersten Tage / Wochen? Woran kannst du dich noch gut erinnern? (Positives wie Negatives)

Ich finde die Kollegen Vor-Ort klasse. Es sind sehr nette Leute und hilfsbereit sind sie auch. Auch wenn ich anfangs den Eindruck hatte, dass sie teilweise ganz schön viel erzählt haben - aber das ist ja nicht schlimm :-)

Die ersten Tage verliefen reibungslos, da ich schon bei uns im Haus ein paar Anleitungen des Kunden bearbeitet hatte. Schwer ist es immer, sich alle Namen der Kollegen zu merken, wenn man durch die Büros und Abteilungen geführt wird.

Wie schnell ging die Einarbeitung in die Tools und Themen?

Was soll ich da antworten, ich werde mich wohl mein Leben lang mit so manchem Tool beschäftigen können und habe immer noch nicht auf alle Fragen eine perfekte Lösung parat.

Als neues Tool kam ein Konstruktionsprogramm dazu. Da brauche ich mir nur die Modelle ansehen und PDFs (Screenshots) für die Doku erstellen. Das hat mir der Kollege gleich gezeigt, als er mir das Programm eingerichtet hat. Die anderen Tools kannte ich schon von der Arbeit bei uns im Haus.

Mit welchen Tools arbeitest du?

Im Moment viel mit InDesign von Adobe.

Ich setze beim Kunden Vor-Ort InDesign, Photoshop und ein spezielles Konstruktionsprogramm (nur zum Betrachten der Modelle und ein- / ausblenden von Baugruppen) ein.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den Kollegen Vor-Ort?

In einem Wort: gut. (Anmerkung der Redaktion: dieser Redakteur ist ein typischer Franke, bloß nicht zu viel auf einmal sagen oder loben.)

Die Zusammenarbeit kann besser nicht sein. Ich bin voll und ganz eingebunden und fühle mich nicht als "externer".

Welche Sätze von den Kollegen Vor-Ort kriegst du immer wieder zu hören?

Immer pünktlich um 12:00 Uhr: Mahlzeit.

"Eigentlich ist ein unzulässiges Füllwort." Besonders bei Projektbesprechungen...

Musst du für die Arbeit Vor-Ort auswärts schlafen oder pendelst du täglich?

Beides. Für nur einen Tag, um neue Informationen zu sammeln, die ich dann bei uns im Haus weiterverarbeiten kann, pendle ich schon mal - und wenn die Einsätze länger dauern, schlafe ich in einer Pension.

Aufgrund der Entfernung schlafe ich momentan unter der Woche bei meinen Einsätzen Vor-Ort im Hotel.

Was machst du, wenn du in den Feierabend gehst?

Ich gehe endlich mal früher ins Bett und schlafe mich aus, damit ich um 7:00 Uhr fit bin, wenn's zum Kunden Vor-Ort geht. - Das ist doch anders als Zuhause :-)

Den Feierabend unter der Woche lege ich möglichst spät. Dafür mache ich freitags immer früh Schluss. Nach Feierabend gehe ich dann noch 'ne Runde laufen und organisiere mir was zu essen. Der größte Unterschied ist für mich die Verpflegung: Abends im Hotel kann man sich halt nix kochen und ist auf Fertigsalat oder den Chinesen ums Eck angewiesen. Sonst unterscheidet sich der Einsatz Vor-Ort aber nicht wesentlich vom Arbeiten bei uns im Haus.

Was war dein schönstes Erlebnis Vor-Ort?

Bisher waren all meine Aufenthalte schön, den schönsten kann ich gar nicht bestimmen.

Besonders schön ist immer von den Programmierern zu hören: "Mmmm ... siehste. Daran hab ich noch gar nicht gedacht." - Da zeigt sich eben doch, dass die Fertigstellung der Doku möglichst zeitgleich mit der Entwicklung beendet werden sollte, um ggf. noch Änderungen einzupflegen, bevor der Kunde das bei der Abnahme bemängeln kann.

Was war dein schlimmstes Erlebnis Vor-Ort?

Der schlimmste Abend war der, als ein Kollege und ich zur Burg Vor-Ort hoch liefen und es fing das Schütten an, als würde die Welt untergehen. Es war nass - und ich hasse nasse Klamotten! - OK, das hat nicht direkt was mit der Arbeit beim Kunden Vor-Ort zu tun, aber sonst wären wir sicher bei so einem Wetter nicht raus gegangen und hätten jeder Zuhause sein eigenes Ding durchgezogen.